Jobangebot für Grüne von Chemiekonzern

Dr. Alexander von Paleske —- 8.1. 2019 —-
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:
Phosphatchemie AG
Industrieststrasse 1
Duisburg

 

An
Katrin Göring-Eckardt
Fraktionsvorsitzende
Die Grünen
Reichstagsgebaeude
Berlin

 

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,

Der Presse haben wir, angelockt von der Schlagzeile

Grüner wird Chef-Lobbyist für Glyphosat”

entnommen, dass der ehemalige Spitzengrüne Matthias Berninger, 47, die Leitung des Bereichs Public and Governmental Affairs der Bayer/Monsanto AG mit Dienstsitz in Washington (USA) übernommen hat. Berninger berichtet direkt an den Bayer-Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann.

 

Steile Polit-Karriere
Berninger hatte ja eine steile Karriere in Ihrer Partei hingelegt, immer war er der Jüngste:

– 1990 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen.
– 1993 bis 1997 Mitglied im Gemeinderat von Ahnatal und von 1993 bis 1994 außerdem   im Kreistag des Landkreises Kassel.
– 2003 bis 2007 Sprecher des Grünen-Landesvorstandes von Hessen.

– Nach der Bundestagswahl 1994 im Alter von 23 Jahren bis dahin jüngster Abgeordneter .
– 1997 bis 2001 hochschulpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion.
– 2001-2005 jüngster (29) je berufener Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Verbraucherschutz und Ernährung (Ministerin: Renate Künast.) Forderte eine „neue Ernährungsbewegung in Deutschland“, um insbesondere gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen anzukämpfen.

 

– 2007 nach Niederlegung des Bundestagsmandats Lobbyist in Brüssel für den hochgesunden Schokoriegel_MARS  („Nimm Mars gib Gas“).  Aufgabe: das Image des süssen Riegels zu verbessern. Stieg bei den Marsmännern 2008 zum „Global Head of Public Policy“ auf.

mars_logo.svg

Hochgesund. „Nimm Mars, gib Gas“

– Seit 1.1. 2019 bei Bayer/Monsanto, um das Image zu verbessern, das durch den angeblich krebserzeugenden Unkrautvernichter Glyphosat etwas gelitten hat.

800px-logo_bayer.svg

Gibt jetzt Gas bei Bayer

 

Auf Idee gebracht
Das hat uns auf die Idee gebracht, sehr geehrte Frau Göring Eckardt, auch Ihnen eine vergleichbare Position anzubieten.
Sie haben ja kürzlich einsehen müssen, dass ihre Karriere bei den Grünen so gut wie vorbei ist. Das überaus spritzige liberalgrüne Duo Lena Baerbock / Robby Habeck hat Sie einfach überholt. Sie wollen sich daher nicht mehr  für Spitzenpositionen bewerben. Sehr vernünftig. Ihnen bliebe höchstens – möglicherweise – eines Tages noch das Amt des Bundespräsidenten, als erste Frau, als erste Grüne – und als erste ohne ein abgeschlossenes Studium, oder einen erlernten Beruf. Aber das ist keineswegs eine sichere Option.
Bei uns könnten sie hingegen eine sehr gut dotierte Stelle bekleiden, und mithelfen, das ramponierte Image der Chemieindustrie aufzupolieren. Sie könnten das neue freundliche Gesicht der Chemie werden, und mit ihrem Netzwerk helfen, eine chemiefreundliche Gesetzgebung zu unterstützen..
Lassen Sie sich das mal durch den Kopf gehen.

Mit freundlichen Grüssen

Alexander Krebs

Mitglied des Vorstands

 

Wie Gruene nur zu gerne dem Lockruf des Geldes folgen – nicht nur Josef Martin (Joschka) Fischer – siehe hier:

https://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/die-wahren-enkel-von-joschka-fischer-wo-die-gruenen-von-gestern-heute-ihr-geld-verdienen/10799822.html

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