Donald Trump: Drei Konferenzen und meine Marschrichtung: dem Krieg nah, dem Frieden fern

Dr. Alexander von Paleske      —-    18..2. 2019   —-   Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Donald Trump

Präsident der USA

Weisses Haus

Washington D.C.

USA

Good Morning America,

drei Konferenzen gab es im Laufe einer Woche, zwei davon – die in München und Warschau –  hat meine Regierung  benutzt, um den Krieg sicherer –  und den Frieden unwahrscheinlicher zu machen. Eine dritte Konferenz – ohne unsere Beteiligung –  fand in Sotschi/Russland statt, die erneut gezeigt hat, dass Putin nur eine Maus ist, die brüllt.

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Donald Trump letzte Woche

Die Warschauer Iran-Krieg-Konferenz

Zunächst zur Konferenz in Warschau: Unsere polnischen Freunde hatten unter unserer Direktive eingeladen. Thema: Kriegsvorbereitung gegen den Iran.

Teilnehmer kamen aus 60 Ländern, sprechen durften aber,  gemäss unserer Anweisungen,  nur eine Handvoll von ihnen, die stramm   Israels,  Saudi-Arabiens, und unseren Konflikt-Kriegskurs gegen den Iran unterstützen.

An einer Diskussion waren wir auf dieser Konferenz naturgemäss nicht interessiert, schliesslich steht das “ob” eines Krieges gegen den Iran für uns nicht mehr zur Diskussion.

Unsere arabischen Freunde aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain wiesen in ihren Beiträgen wissenschaftlich exakt nach, dass ihre schiitischen Todfeinde eine Faschistenbande sind, weil sie eine andere  familiäre Nachfolge  des Propheten Mohammed  behaupten – als die einzig wahre, die  sunnitische.

Terroristen weltweit

Mein Vize Mike Pence bezeichnete die Iraner voll zutreffend  auch noch als die schlimmsten Terroristen, die überall in der Welt Anschläge verübten und verüben, (obgleich unser Geheimdienst CIA die Sunniten anschuldigt, zumal die Mehrheit der gefangenen IS Kämpfer in Syrien aus Saudi-Arabien stammt), und lobte dann alle  Schiitenfeinde für die Sanktionen gegen den Iran.

Er vergass allerdings, die Regierung  Katars zu ermahnen, die, obgleich es sich um einen sunnitischen Staat  handelt,  sich erdreistet, freundschaftliche Beziehungen mit dem Iran zu unterhalten, und sich den Sanktionen nicht anzuschliessen.

Europäer angegriffen

Mike griff auf meine Anordnung dann auch die Europäer an, die sich nicht an den Sanktionen gegen den Iran beteiligen wollen, die sich stattdessen erdreistet haben, zu diesem Zweck auch noch ein neues Zahlungssystem namens Instex zu installieren, sodass wir die Zahlungsströme an die iranischen Mullahs nicht kontrollieren und blockieren können.

Mit Israel einer Meinung

Das sehen unsere Freunde in Israel genau so. Premier Netanyahu hatte vor der Konferenz ein Video verbreitet, in welchem er unmissverständlich vom Krieg gegen den Iran spricht. Ganz auf unserer Linie. Zwar hat er das Video kurz nach der Veröffentlichung wieder zurückgezogen, nicht aber seine Marschrichtung.

Auf der Konferenz in Warschau lobte mein Freund Netanyahu dann die Araber, mit denen er erstmals zusammen am Tisch sass, für ihre stramme Anti-Iran-Haltung, welche noch strammer sei, als seine eigene. Gut so!

Sicherheitskonferenz in München

Dort hat meine Vize, wie vorher mit mir besprochen, den Europäern noch einmal den Marsch geblasen. Ultimativ verlangte er von denen:

1. das Atomabkommen mit dem Iran, wie wir das schon gemacht haben, sofort aufzukündigen, und sich den Sanktionen gegen den Iran anzuschliessen.

2. Die Nordstream-Pipeline zum Direkt-Transport russischen Gases nach Europa  nicht weiterzubauen.

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Nord-Stream Pipeline (im Bau)

Die Europäer glauben offenbar, mir den iranfreundlichen Stinkefinger zeigen zu können, und an der Nordstream weiterzubauen.

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Mike Pence in München

Die irren gewaltig, denn zeitgleich habe ich die Ueberprüfung von Strafzöllen für deren 470.000 Kraftwagenexporte pro Jahr  angekündigt, weil diese Exporte gegen unsere nationale Sicherheit verstossen.

Jetzt jaulen die Europäer erwartungsgemäss auf, aber der Zusammenhang ist doch recht einfach: Wenn die weiter problemlos  ihre Kraftwagen  zu uns exportieren können,  dann weigern sich die Europäer  auch, unserem Sanktionsaufruf gegen den Iran zu folgen, was wiederum unsere nationale Sicherheit bedroht.

Auch ist unsere (wirtschaftliche) Sicherheit bedroht, durch die Nichtabnahme unserer durch Fracking gewonnen Gasüberschüsse, die auch wegen der Förderkosten und der Schiffs-Transportwege nach Europa teurer sind, als das direkt gelieferte Gas aus Russland.

Mehr noch: Durch den Direkttransport des Gases nach Europa, und nicht mehr über die Ukraine, fallen deren Transitgebühren weg, was die Wirtschaft der Ukraine schädigt und das russische Gas noch attraktiver im Preis für  Europa macht.

Stinkefinger ausgehebelt

Mit den Strafzöllen gegen Autos hebel ich deren iranfreundliche Politik aus den Angeln, die werden deshalb rasch kuschen, und die Iraner wie eine heisse Kartoffel fallen lassen.

Bald knallen

Es wird  bald knallen im Mittleren Osten: entweder schaffen die Iraner die Mullahs ab, oder wir und unsere Freunde erledigen kriegsmässig diesen Job.

Wir werden dann mit grossen Luftschlägen gegen den Iran alle Atomanlagen, Militärflughäfen, Raketenabschussbasen, und vielleicht auch das Zentrum  des Gotteslästertums, die heilige Stadt Qom, dem Boden gleichmachen. Dann mit Flugblättern die Bevölkerung zum Sturz der  Regierung auffordern.

Wir streben einen durchschlagenden Erfolg wie im Irakkrieg, im Vietnamkrieg, und im Afghanistankrieg an. Wie in Afghanistan rechnen wir mit einer maximalen Kriegsdauer von zwei Wochen.

Konferenz in Sotschi

Die Konferenz, die in Sotschi mit  dem Präsidenten Irans, Rohani, dem türkischen Präsidenten Erdogan, und dem russischen Präsident Putin stattfand, ist für uns bedeutungslos. Syrien ist für uns als Kriegsschauplatz nach der Niederlage der Kalafisten vom Schlage des   Islamischen Staates (IS) vorbei. Russland kann den Wiederaufbau der Trümmerwüsten nicht finanzieren, China hat andere Pläne, wie die Seidenstrasse, und wir werden erst einsteigen, wenn sichergestellt ist, dass dieser Assad verschwindet.

Ich melde mich bald wieder über Twitter

God bless America

Good night Europe

Donald Trump

Präsident der USA

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