Das Rennen um den Covid-19 Impfstoff, und eine chinesische Entwicklung

Dr. Alexander von Paleske —— 16.5. 2020 ——–

In dieser Woche  fand sich in  Printmedien ein Artikel mit der Ueberschrift:

Covid-19 Impfstoff –  Mainzer erwarten Ergebnisse.”

 Ein Bild dazu mit dem Chef der Mainzer Firma Biontech,  Ugur Sahin, lässig mit verschränkten Armen an die Tür seines Fabrikgebäudes gelehnt: 

Rhein Zeitung vom 13.5. 2020

Die Mainzer Biotech-Firma produziert sogenannte mRNA(MessengerRNA)-Vakzine, eigentlich keine richtigen Vakzine, sondern nur den Bauplan dazu, die Vakzin soll ja erst erst in Körperzellen produziert werden. Die Firma hat erste Versuche an Freiwilligen bereits gestartet – in Kooperation  dem US- Pharma-Multi Pfizer.

 Die Planungen  für die Massenherstellung  des neuen “Impfstoffs”,  also  die Massenherstellung der Corona-mRNA, laufen bereits auf Hochtouren. Im Herbst soll  mit dem ersten umfangreichen Einsatz begonnen werden.

Bauplan und Nano-Partikel-Einschleusung statt Vakzine

Die Bauplan- mRNA soll mit Hilfe von  Nano-Partikeln in Körperzellen eingeschleust werden, um dort dann den Prozess der Vakzin-Produktion zu starten, wobei anschliessend  der Körper auch noch Abwehrstoffe gegen diese Vakzin produzieren soll.

Mit anderen Worten: was bisher aufwendig im Labor hergestellt wurde, die Vakzine, das wird jetzt in den menschlichen Körper verlagert. Eine extreme Abkürzung, und vor allem billigere Herstellung einer Vakzin, der Körper spielt  jetzt das Vakzine-Produktions-Labor.

Ein bombensicheres  Verfahren, wie man es von Vakzinen erwarten darf, nein, erwarten muss?? – Keineswegs. Es gibt bisher  keinen  erfolgreichen Einsatz einer nach diesem völlig neuen Verfahren erzeugten Vakzin.

 Schlimmer noch: Die Tierversuche laufen noch – an Mäusen –  während der Stoff bereits an Menschen getestet wird. Von den üblichen Versuchen an Primaten (Affen) ist diesseits nichts bekannt, es wurde hier  bereits  ausführlich berichtet.

Enorme Erwartungen , enorme Unkenntnis

Die Erwartungen der Regierungen auf eine alsbald verfügbare Vakzin sind  enorm, die der Investoren bzw. Shareholder  –  Biontech ist bereits an der US- Technologie-Börse  NASDAQ   gelistet  – und der winkende Profit bei einer Massenimpfung  ebenso,  aber gleichermassen auch die Unkenntnis über die langfristigen Nebenwirkungen dieses Verfahrens.

Biontech ist nicht die einzige Firma, viele andere beteiligen sich an dem Rennen: u.a.  arbeitet auch der französische Pharma- Multi Sanofi  an einem Impfstoff. Diese Firma geriet jetzt in die Schlagzeilen:  bevor der Impfstoff  an Menschen getestet wurde, wird das “Fell des Bären”  bereits verteilt, bevor er überhaupt “erlegt”  ist.

Vorgestern  verkündete Sanofi, wie die Medien berichteten, die USA hätten absolute Priorität in der Auslieferung einer Vakzin. Das dürfte US-Präsident Donald Trump, der vom Virusleugner, dann zum Virusverharmloser,  und schliesslich zum angeblichen „Grossen Krieger“ gegen das Virus,  in beachtlicher Geschwindigkeit mutierte, ganz besonders freuen: America first – auch bei der Auslieferung einer Vakzin.

Auch in Oxford

Auch die Universität Oxford arbeitet an einem neuartigen  “Impfstoff.”

 Hier wird der Bauplan zur Herstellung der Vakzin ebenfalls  huckepack, aber, statt über Nanopartikel, über ein “verharmlostes” Adenovirus  in die Zelle geschleust. 

Wie   bei der mRNA-Nanopartikel- Methode stellen sich  viele Fragen, die ganz sicher nicht im Hau-Ruck-Verfahren geklärt werden können.

Attraktive Alternative – aus China

Gibt es also viele Fragen um derartige völlig neue Impfverfahren , so stellen sich die jedenfalls  nicht im Zusammenhang mit der konventionellen Herstellung einer Vakzin.  Und hier haben chinesische Forscher offenbar erhebliche Fortschritte gemacht.

Picovacc, so der Name des neuentwickelten    Präparates, ist ein Impfstoff der Firma Sinovac Biotech aus Peking. Durch die Injektion von Sars-CoV-2- Virusfragmenten, die selbst nicht mehr zur Replikation fähig sind, konnten Affen in ausreichenden Mengen neutralisierende Antikörper bilden.

Der Impfstoff ist also im herkömmlichen Verfahren entwickelt, der Mensch dient nicht, wie bei mRNA-Impfstoffen, als Labor für die Herstellung des eigentlichen Impfstoffes, des Antigens.

Mehr noch: der Impfstoff wurde bereits an Primaten (Affen) getestet, und dabei zeigte sich offenbar eindeutig eine protektive Wikung gegenüber einer Exposition mit Sars-CoV-2, der Erreger von Covid 19.

 „Unsere Studie zeigt, dass es nach der Injektion des inaktivierten Impfstoffes bei […] nichtmenschlichen Primaten, insbesondere dem Rhesusaffen, zur Bildung von Sars-CoV-2 neutralisierenden Antikörpern kommt. Tatsächlich zeigten die Ergebnisse, dass unser Impfstoffkandidat einen sicheren und vollständigen Schutz von Rhesusaffen gegen Sars-CoV-2-Stämme bot“,

so Weidong Yin, CEO von Sinovac.

Ob bei einer zunächst zu erwartenden Knappheit von Impfstoffen grosser Appetit darauf besteht, Deutschland bevorzugt zu beliefern, könnte zweifelhaft sein. In Deutschland läuft zur Zeit eine Kampagne bestimmter Medien und Parteien (Grüne), gegen China.

Welt am Sonntag vom 10.5. 2020 S. 17-20
Welt am Sonntag vom 17.5. 2020 S. 7

Impfung wünschenswert

Wenig Zweifel besteht aber, dass nur eine umfassende Impfung,  wie seinerzeit die Schluckimpfung gegen Polio (Kinderlähmung), das Corona-Virus letzlich besiegen kann

Hier ist aber  eine  klar nachgewiesene Effektivität,   weitestgehende Unschädlichkeit der zum Einsatz kommenden Vakzin – und noch eine Menge Aufklärungsarbeit erforderlich.

Mit erheblichem Widerstand von Impfgegnern, Virusleugnern, Virusverharmlosern, Sozialdarwinisten und Verschwörungstheoretikern muss nach den bisherigen Erfahrungen gerechnet werden.

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